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Gesamtübung bei der Burg Wildeck

Montag, 19. Oktober 2026 von Ehmer, Feuerwehr Abstatt

Am 09.10.2026 stand unsere letzte Gesamtübung in diesem Jahr an. Die zahlreich gekommenen Kameradinnen und Kameraden wurden mit dem Übungsalarmstichwort „Rauchentwicklung Wohngebäude“ zur Burg Wildeck alarmiert.

Bei Eintreffen des Einsatzleiters mit dem MZF an der Übungsstelle, zeigte sich folgende Lage:

Aus dem Wohngebäude bei der Burg Wildeck drang aus dem unteren Stockwerk dichter Rauch, es waren auch viele Stimmen aus dem Inneren zu hören.

Abgelenkt durch die Rauchentwicklung hat ein mulchender Schlepperfahrer direkt neben der Burg einen Passanten unter dem Mulcher eingeklemmt.

Zusätzlich zu dieser Lage stellte der vorhandene Platz in diesem Bereich den Einsatzleiter vor eine weitere Herausforderung beim Planen der Fahrzeugaufstellung.

Fiktiv wurde zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung direkt noch die Feuerwehr Ilsfeld mit der Abteilung Helfenberg und ihrem Löschfahrzeug durch den Einsatzleiter hinzu alarmiert.

Somit konnte das Löschfahrzeug aus Helfenberg und das TLF16/25 aus Abstatt im Hof der Burg, in Nähe der Brandwohnung, aufgestellt werden.

Die Mannschaft des TLF bekam den Auftrag zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in der Wohnung. Um sich Zutritt zu verschaffen, musste zuerst die Übungstüre aufgebrochen werden. Der Treppenraum der Wohnung war rauchfrei, es war lediglich die untere Etage verraucht. Daher wurde vor dem Betreten der Wohnung ein Rauchschutzvorhang gesetzt, damit der Rauch nicht ins Treppenhaus entweichen kann. Dadurch konnte auch eine im oberen Stockwerk befindliche Person unkompliziert über das nicht verrauchte Treppenhaus gerettet werden.

Parallel zeigte sich aber auch wie wichtig eine gründliche Erkundung durch die Führungskräfte ist, denn hinter dem Wohngebäude lag im Dunkeln eine Person auf der Treppe der Terrasse. Die Person ist beim Verlassen der Wohnung gestürzt, wurde aber direkt bei der anfänglichen Erkundung entdeckt und durch die Feuerwehr betreut und mit dem Spineboard gerettet.

Unterstützung bekamen die zwei Trupps aus dem TLF durch einen Trupp aus dem HLF, somit waren insgesamt 3 Trupps unter Atemschutz in der Wohnung im Einsatz und konnten das Feuer schnell löschen, aber auch alle Personen retten.

Neben dem Brandereignis gab es noch die eingeklemmte Person unter dem Anbaugerät des Weinbergtraktors. Diese Einsatzstelle wurde vom HLF10 abgearbeitet. Zunächst wurde der Traktor gegen Wegrollen gesichert und anschließend das Anbaugerät unterbaut. Danach konnte mit dem Anheben des Anbaugerätes mittels Hebekissen begonnen werden. Hierbei wurde ständig weiter unterbaut, um ein Absacken des Anbaugerätes auf den Patienten zu verhindern.

Schließlich konnte auch diese Person erfolgreich befreit werden.

Ein weiteres Problem bei der gesamten Einsatzstelle stellte die schwache Beleuchtung dar, daher wurde der Gerätewagen mit dem Ausleuchten der Einsatzstellen beauftragt. Hierzu wurde unter anderem der Rollwagen Beleuchtung aufgebaut. Die Ausleuchtung einer Einsatzstelle ist eine wichtige Grundlage für ein sicheres und zielführendes Arbeiten.

Parallel wurde zudem von der Gerätewagenbesetzung die Löschwasserversorgung für das TLF vom Hydranten aufgebaut.

Die Dokumentation des Einsatzes übernahm das MZF.

Um sicher zu stellen, dass in Panik keine Personen das Gelände verlassen hatten, wurde auch noch der angrenzende Bereich (Weinberg und Wald) mit Wärmebildkamera kontrolliert. Dort konnten jedoch keine Personen mehr gefunden werden.

Abschließend wurde in der Wohnung noch eine Überdruckbelüftung durchgeführt und diese final kontrolliert.

Dadurch konnte die Übung erfolgreich abgeschlossen werden. Nach der Übungsbesprechung und dem Aufrüsten aller Fahrzeuge wurde noch gemütlich in der Feuerwehr gegrillt.

Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals für die Bereitstellung des Übungsobjektes incl. Traktors bei dem Staatsweingut Weinsberg bedanken!

Abschließen möchte ich den Bericht mit einem Dankeschön an alle Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Abstatt und der Jugendfeuerwehr (zu rettende Personen), dass ihr euch die Zeit für die Übung genommen habt! Ein Dankeschön auch an Katharina für die gemeinsame Übungsplanung.

Mit kameradschaftlichen Grüßen,

Daniel Ehmer

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